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Das Hallo-Leute-Modell Allgemeine Grundlagen |
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Das Hallo-Leute-Modell mit dem zentralen Element "Dorf-in-der-Stadt" ist eine realisierbare Vision und ein Beitrag
für die zukunftsfähige Organisation des Sozialen im lokalen Umfeld. Das System wird im Sinne einer Ergänzung und
Vervollständigung des bestehenden Gesellschaftssystems vorgeschlagen. Mit ihm werden
> Gemeinschaftlichkeit und Integration,
> soziale Selbstversorgung,
> neue Arbeit,
> eine Stärkung der Regionalwirtschaft
erschlossen, verbessert bzw. bewirkt. Das basiert unter anderem auf der Nutzung einer bürgerschaftlichen Zweitwährung
und einem lokal vernetzenden Informations-Austauschsystem.
Das Modell setzt auf Nachbarschafts-, Quartiers- und Stadtteilebene an. Im Kern werden die beiden sozialen Grundelemente
"Dorf" und "Geld" in einer neuen Weise miteinander verbunden und aktiviert. Dafür stellen die modernen Informationstechnologien und ihre allgemeine Verfügbarkeit eine wesentliche, organisatorische Basis dar. Der Ansatz kann aus kleinen, vergleichsweise einfachen und motivierenden Initiativ-Ansätzen heraus eingeführt werden und hat ggf. das Potential, sich bei Erfolg selbstverstärkend, d.h. in einer ersten Phase exponentiell beschleunigend auszubreiten. Damit beinhaltet dieses Modell die Chance einer schnellen Realisierung bei gleichzeitig geringem Risiko.
Aus einer Vielzahl solcher Projekte können sich neue, gesellschaftliche Strukturen ableiten, die bürgerschaftliche
Zweitwährung, ein zusätzlicher Arbeitsmarkt, Organisationsplattformen für Selbstversorgung und weitere
soziokulturelle Innovationen. Auch eine qualifiziertere, politische Meinungsbildung und Partizipation der
Bürger wird auf diesen Grundlagen möglich. Über die Inhalte und Betrachtungen hinaus liefert das System
auch die entsprechenden Methoden für den Start und die Organisation entsprechender Projekte aus bürgerschaftlichen
Gruppen oder auf kommunaler Ebene.
Die neue Gemeinschaftlichkeit wird so organisiert, dass sie mit den individualistischen Werten vereinbar ist.
Die Integration dieser beiden Pole ist deshalb eine bedeutsame Aufgabenstellungen, weil in ihrer bisher angenommenen
Unvereinbarkeit einer der tiefen Gründe für soziale Fragmentierung, Trennung und Vereinsamung liegt. Das
"Sowohl-gemeinschaftlich-als-auch-individualistisch" entspricht einem Ansatz der Komplementarität, mit dem das bisherige,
polare "Entweder-oder", das ich für eine der Sackgassen unserer Kultur halte, überwunden werden kann.
Es gibt große Arbeits- und Austauschfelder, die unerfüllt brach liegen, gleichzeitig ein Heer von arbeitslosen und
engagementbereiten Menschen. Diese können in einem additiven Wirtschaftkreislauf beschäftigt und damit eine zusätzliche,
bürgerschaftliche Selbstversorgung und weitere Wirkungsfelder der Arbeit angekurbelt werden.
Doch wird sich das nur unter Einbeziehung einer bürgerschaftlich-kooperativen Zweitwährung realisieren
lassen, die im Dorf-in-der-Stadt daher von besonderer Bedeutung ist. Das hier verwendete System läuft unter
der Bezeichnung "Minizeit-Tauschring" bzw. „-Zweitwährung“.
Der motivationstheoretische Ansatz, auf dem das Modell basiert, ist die "Undina-Methode" (siehe Inhalt).
Nach ihr können zukunftskreative Initiativen aus kleinen Projektansätzen heraus angestoßen werden, sich
im Erfolgsfall selbstverstärkend bzw. selbstbeschleunigend ausbreiten und so verhältnismäßig schnell
neue Handlungs- und Kooperationsformen einführen.
Vor dem Hintergrund der sich verschärfenden Gesamtlage stellt dieses Modell meiner Auffassung nach einen
relevanten Zukunftsbeitrag dar mit umfassenden Problemlösungsmöglichkeiten und nachhaltigen Perspektiven.